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FAQ - häufig gestellte Fragen

Fragen zum Wärmeanschluss

Wie erhalte ich einen Fernwärme-Neuanschluss in einer bereits erschlossenen Zone?

Sie stellen eine Anfrage und unterzeichnen den Anschlussvertrag.

Sämtliche Arbeiten an der „Primärseite“ führt die Stadtwerke Brixen AG durch (oder Firmen in deren Auftrag). Alle hier anfallenden Kosten gehen zu Lasten der Stadtwerke Brixen AG. Sämtliche Primärinstallationen bleiben im Besitz der Stadtwerke Brixen AG.

Der Anschluss an das Leitungsnetz der Stadtwerke Brixen AG erfolgt über die Wärmeübergabestation. Diese liefert und installiert die Stadtwerke Brixen AG auf eigene Kosten. Die Stadtwerke Brixen AG schlägt die Art der Einbindung und evtl. Anpassungsarbeiten an der hausseitigen Anlage („Sekundärseite“) vor. Es ist Ihre Aufgabe, diese Arbeiten ausführen zu lassen.

Die Stadtwerke Brixen AG erledigt die Arbeiten nach Projektplan.

Was kostet der Anschluss an Fernwärme?

Für den Anschluss an Fernwärme bezahlen Sie eine Anschlussgebühr.

Die Stadtwerke Brixen AG verlegt die Leitungen bis ins Haus und installiert dort eine Wärmeübergabestation mit Wärmemengenzähler, Regelungsventil und Steuerungseinheit für bis zu zwei Heizkreise und eine Warmwasserbereitung auf der Kundenseite.

Mit welchen Kosten außer den Anschlussgebühren muss ich rechnen?

Die Arbeiten auf Kundenseite (sekundärseitig) gehen zu Ihren Lasten. Dazu gehört z.B. der hydraulische Anschluss Ihrer Anlage und die elektrischen Verkabelungsarbeiten der Pumpen, Mischer- und Steuerungsanlagen.

Muss ich mich bei einem Neubau gleich für Fernwärme entscheiden oder kann ich auch in einem späteren Moment umrüsten?

Der Anschluss an die Fernwärme ist in den versorgten Zonen jederzeit möglich. Da es sich bei einer Heizanlage um eine größere Investition handelt, ist es bei einem Neubau empfehlenswert, eine langfristige Entscheidung zu treffen.

Wie kann ich auf Fernwärme umsteigen?

Sofern Sie im Versorgungsgebiet von Fernwärme liegen, ist die Umrüstung einfach: Die Hauszuleitungen und die Fernwärmeübergabestation installiert die Stadtwerke Brixen AG.
Die Verbindungsleitungen ab der Wärmeübergabestation (Sekundäranschluss) sowie die notwendigen Adaptierungsarbeiten an Ihrer Heizungsanlage müssen von einem Hydrauliker Ihres Vertrauens durchgeführt werden.

Ich wohne in einem Kondominium mit zentraler Heizungsanlage. Kann ich Fernwärme beziehen?

Bei mehreren Eigentümern muss sich die Mehrheit der Eigentümer  für den Anschluss aussprechen. Die Formalitäten und die Vertragsabschlüsse erledigt der zuständige Verwalter.

Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus. Können hier auch mehrere Anschlussverträge gemacht werden?

Prinzipiell wird jede Immobilie nur einmal mit Fernwärmeleitungen erschlossen.

Wenn die technischen Voraussetzungen (getrennte Heizkreise, genügend Platz) vorhanden sind, besteht diese Möglichkeit, wobei die Realisierung individuell geplant werden muss.

Kann ich die Fernwärmeleitungen nur bis zur Grundstücksgrenze oder bis zu meinem Haus verlegen lassen und erst in ein paar Jahren meine Anlage an die Fernwärme anschließen?

Nein. Die Leitungen müssen im Winter gegen Einfrierung gesichert werden, was mit Aufwand und somit Spesen verbunden ist. Mit Unterzeichnung des Anschluss- und Wärmelieferungsvertrages verpflichten Sie sich außerdem, innerhalb von 18 Monaten ab der erfolgten Leitungsverlegung Wärme aus dem Versorgungsnetz zu beziehen!

Wie hoch sind die Anschlussleistungen?

Die Anschlussleistung richtet sich nach der Größe und dem Wärmebedarf des Gebäudes.
Anschlussleistungen (Standard):
0–15 kW; 16–30 kW; 31–50 kW; 51–75 kW; 76–100 kW; 101–125 kW; 126–150 kW; 151–175 kW; 176–200 kW; 201–250 kW; 251–300 kW; 301–400 kW; 401–500 kW; 501–600 kW; 601–800 kW; 801–1000 kW; 1.001–1.500 kW; 1.501–2.000 kW

Wirkt sich die Anschlussleistung auf den Verbrauch aus?

Prinzipiell nicht. Allerdings muss die Anschlussleistung richtig dimensioniert sein, damit die Anlage effizient arbeiten und somit unnötige Kosten vermieden werden können.
Vorsicht! Zu geringe Anschlussleistungen bedeuten nicht nur eine ineffizient arbeitende Anlage sondern auch wahrscheinliche Engpässe in der Wärmeversorgung der Immobilie. Das heißt im Klartext: zu wenig Heizleistung im Winter = ein kaltes Haus!

Darf die bestehende Heizungsanlage (Kessel, Öfen, Gastherme usw.) weiterhin und zusätzlich betrieben werden ?

Ja. Beachten Sie, dass laut Fernwärmeliefervertrag in jedem Fall die Mindestabnahme von 300kWh/kW Anschlussleistung in Rechnung gestellt wird. Zudem müssen bei bestehenden „alternativen“ Heizungsanlagen die geltenden Feuerschutzbestimmungen beachtet und die Effizienz der Fernwärmeversorgungsanlagen darf nicht beeinträchtigt werden. Weiters müssen diese Anlagen auch weiterhin gewartet werden (Kaminkehrer, Brennerservice, …).

Auch ist zu beachten, dass eine Demontage der bestehenden Anlagen zu einem späteren Zeitpunkt meistens kostenaufwendiger ist, als wenn sie direkt mit den Umbauarbeiten gemacht wird.

Was muss ich tun, wenn ein mit Fernwärme versorgtes Haus plötzlich leer steht? Ist die Lieferung einzustellen?

Ja, Sie müssen dafür bei der Stadtwerke Brixen AG eine Abmeldung des Fernwärmelieferungsvertrags machen. Zudem ist sicherzustellen, dass die Übergabestation vor Frost geschützt bleibt. Zu diesem Zweck kann eine Entfernung der Station notwendig sein.

Beantragen Sie dafür eine technische Änderung im Verteilernetz!

Wie lange verpflichte ich mich mit der Unterzeichnung des Wärmelieferungsvertrages?

Der Wärmelieferungsvertrag wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen und kann unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von einem Monat jederzeit schriftlich gekündigt werden.

Fragen zu Rechnung und Tarifen

Gibt es auf den Verbrauch Fixspesen bzw. Grundgebühren?

Es gibt keine Grundgebühren und keine Fixspesen auf den Verbrauch. Vertraglich ist jedoch eine jährliche Mindestabnahme vorgesehen, welche jedem Wärmekunden in Rechnung gestellt wird. Diese berechnet sich so: 300 kWh x Anschlussleistung. Das thermische Jahr fällt mit dem Kalenderjahr zusammen, beginnt also am 1. Januar und endet am 31. Dezember.

Unser Mehrfamilienhaus wird an die Fernwärme angeschlossen. Ist eine getrennte Verrechnung des Verbrauchs möglich?

Nein.

Wann und wie oft erhalte ich eine Fernwärme-Rechnung?

Bei einer angeschlossenen Fernwärme-Leistung über 100 kW erhalten Sie die Rechnung monatlich, bei einer Fernwärme-Leistung bis 100 kW alle zwei Monate.

Wie wird Fernwärme verrechnet?

Was passiert, wenn ich in Zahlungsverzug bin?

Bei Zahlungsverzug werden Verzugszinsen in Höhe des von der Europäischen Zentralbank festgelegten Zinssatzes (Art. 5 Dlgs. 2002/231) erhöht um 3,5 % verrechnet. Sofern nach erfolgter Mahnung per Einschreiben die Rechnungen weiter als unbezahlt aufscheinen, wird die Lieferung aufgrund von Säumigkeit eingestellt. Für die Aktivierung der Lieferung ist die Bezahlung der gesamten offenen Position erforderlich.

Wie sehe ich, wie viel Fernwärme ich verbrauche?

Die Statistiken zum persönlichen Durchschnittsverbrauch pro Tag und Jahr sehen Sie im  Kundenportal der Stadtwerke Brixen AG. Hier haben Sie jederzeit die Kontrolle über historische und aktuelle Daten sowie rund um die Uhr Zugang zu Verbrauchsstatistiken. Die Registrierung erfolgt einfach über das Kundenportal.

Ich möchte auf die Rechnung in Papierform verzichten. Wie steige ich auf die Online-Rechnung um?

Die Online-Rechnung ist im Kundenportal der Stadtwerke Brixen AG abrufbar bzw. Sie erhalten diese auf Wunsch auch als Mailanhang zugestellt.

Dafür ist es notwendig, dass Sie über das Kundenportal Ihre Registrierung beantragen. Sie können die Registrierung auch bei einem der Kundenschalter der Stadtwerke Brixen AG anfordern. Sobald Sie im Kundenportal registriert sind, beantragen Sie in Ihrem persönlichen Kundenbereich unter „Rechnungen“ den Umstieg von Papier- auf Online-Rechnungen.

Wie steige ich auf einen Dauerauftrag um?

Das Formular für den Dauerauftrag erhalten Sie bei den Kundenschaltern der Stadtwerke Brixen AG oder online im Kundenportal. Das ausgefüllte und unterschriebene Formular einfach per E-Mail, Post oder persönlich retournieren. Um alles Weitere kümmert sich die Stadtwerke Brixen AG.

Ist Fernwärme tatsächlich günstiger als Heizen mit Öl?

Der große Vorteil der Fernwärme ist eine relativ geringe Investition und die geringen Wartungskosten. In diesem Sinne ist Heizen mit Fernwärme vergleichsweise kostengünstig.

Allgemeine Fragen

Woher kommen die Hackschnitzel für die Fernwärme-Produktion?

Das Holz für die Hackschnitzel stammt aus heimischer Land- und Forstwirtschaft. Es nimmt gut 90 % am Anteil regenerativer Energiequellen ein. Fernwärme bedeutet daher auch heimische Wertschöpfung.

Warum wird nicht nur mit Hackschnitzeln gearbeitet?

Die Fernwärme wird im Sommer ausschließlich durch Biomasse in der Fernwärmezentrale Vahrn-Brixen und in Pairdorf erzeugt. In den Wintermonaten produzieren zusätzlich zentral gesteuerte Blockheizkraftwerke vorwiegend mittels Erdgas Fernwärme. Eine völlige Abkehr von fossilen Energieträgern – insbesondere Erdgas – ist nicht möglich, aus Gründen der Versorgungssicherheit sowie für die Abdeckung des Spitzen- und Reservebedarfes.

Will die Stadtwerke Brixen AG den Anteil an Erdgas verringern?

Ja, wo möglich, setzt die Stadtwerke Brixen AG auf erneuerbare Energie. Es laufen Studien, um diesen Anteil zu erhöhen – z. B. durch den verstärkten Einsatz von Biomasse oder die Nutzung von Erdwärme.

Was heißt Geothermie bzw. Erdwärme?

Bei der Fernwärmezentrale in Vahrn prüft das Unternehmen Geocalor-D aus Deutschland den Einsatz von Erdwärme. Die Tiefenbohrung soll rund 8.000 m ins Erdreich reichen.

Die Stadtwerke Brixen AG ist genauso wie die Fernwärme Vahrn Konsortial GmbH vertraglich lediglich als Abnehmer für die Wärme am Projekt beteiligt und übernimmt weder Kosten noch Arbeiten, also keinerlei Projektrisiko. Sollte die Bohrung erfolgreich sein, wären die Vorteile allerdings beträchtlich.

Wie funktioniert Geothermie?
Bei Geothermie wird Wasser durch Rohre tief in die Erde transportiert. Dort wird es allein durch die Gesteinswärme so heiß, dass es mittels Pumpen wieder aufsteigt und Energie spendet. Da bei dieser innovativen Technik nur ein einziges Loch senkrecht in die Erde gebohrt wird, ist das Risiko für seismische Störungen gleich null.

Was ist der Vorteil von Geothermie?
Wenn die Bohrung erfolgreich ist, würden die Stadtwerke Brixen AG und damit auch die Brixner und Vahrner Bevölkerung über günstige Energie verfügen. Man geht von einer bezogenen Leistung von etwa 12.000 kW(th) aus. Wenn diese Schätzung eintrifft, können 50 % der Wärmemenge, die heute mittels Verbrennung erzeugt wird, ersetzt werden. Das heißt weiters, dass 70 % des Wärmebedarfs in Brixen und den umliegenden Gemeinden durch erneuerbare Energieformen gedeckt würden.

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